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Tipps zum Energiesparen im Bereich Gas

Die Kosten für Gas- und Stromversorgung steigen und steigen. Da stellt sich die Frage, wo Sie sinnvoll mit Maßnahmen zum Energiesparen im eigenen Haushalt ansetzen können. Im Grunde ist das im Interesse aller Verbraucher, da die gestiegenen Gastarife und andere Energiekosten deutliche Anreize zum Einsparen von Energie bieten. Viele Spartipps sind auch problemlos umsetzbar, ohne dass dafür auf Bequemlichkeit und Komfort in den eigenen vier Wänden verzichtet werden muss. Schon mit kleinen Mitteln können Sie einen Großteil Ihres Gasverbrauchs ganz einfach einsparen. Das ist gut für die Umwelt und angesichts der Gaspreise und Stromkosten auch gut für Ihre Haushaltskasse.
Beim Gas sparen, das können Sie also nicht nur durch einen Anbieterwechsel, sondern auch durch eine Reihe von Maßnahmen im Haushalt. In der Regel sind wir in Deutschland gewohnt, verschwenderisch mit Gas oder anderen Energiequellen umzugehen, deswegen ist die Berücksichtigung einiger Spartipps unbedingt zu empfehlen.

Unsere Tipps zum Energiesparen für Ihre Energieversorgung

Mit unseren Energiespartipps können Sie leicht ein Viertel Ihrer Kosten für die Gasversorgung einsparen. Durch den Wechsel des Gasanbieters sind ebenfalls leicht um die 25 Prozent Ersparnis möglich. Eine vierköpfige Familie kann so Ihre Kosten um 500 Euro pro Jahr oder mehr reduzieren. Wie viel die konkrete Ersparnis in Ihrem Fall beträgt, ermitteln Sie durch einen einfachen Preisvergleich im Internet. Nutzen Sie dazu einfach unseren Tarifrechner. Postleitzahl und Gasverbrauch reichen bereits für die Berechnung Ihres künftigen Gaspreises.

Heizen und Lüften für Ihr Heim:

Achten Sie beim Heizen unbedingt darauf, dass die Heizkörper nicht zugestellt werden. Große Möbel wirken wie ein Schutzschild und verhindern ebenso wie Gardinen die optimale Luftzirkulation. Es bringt Ihnen herzlich wenig die Rückseite Ihrer Couch zu beheizen – außer einer überhöhten Gasrechnung werden Sie so gut wie gar nichts davon haben. So verursachen Sie einen Hitzestau nahe Ihrer Heizung, der Raum kann nicht gleichmäßig beheizt werden. Zu empfehlen ist deshalb auch eine gute Isolierung hinter dem Heizkörper, damit nicht zu viel Wärme an das Mauerwerk oder die Außenwände abgegeben wird.
Mit isolierten Fenstern können Sie deutlich Ihre Energiekosten senken. Neuere Fenster nutzen eine spezielle Gasfüllung, die zum Beispiel aus den Edelgasen mit Neon oder Xenon besteht. Dadurch wird im Winter besonders wenig Wärme nach außen abgegeben. Besonders wichtig beim sparsamen Umgang mit Heizenergie ist das Lüften. Denn Frischluft soll natürlich unbedingt hereingelassen werden. Doch im Winter sollten Sie angekippte Fenster unbedingt vermeiden: Es dringt nur wenig Frischluft in Ihre beheizten Wohnräume, dafür kommt umso mehr Kälte herein. Das treibt Ihre Heizkosten richtig in die Höhe. Die Empfehlung daher: Stoßlüften. Ein bis zweimal am Tag wird die Wohnung mit weit geöffneten Fenstern für maximal 10 Minuten belüftet, so dass möglichst viel frische Luft ins Wohnungsinnere strömen kann. Eine dauerhafte Auskühlung Ihrer Räume wird dadurch aber geschickt vermieden. Der optimale Zeitpunkt für den kompletten Luftaustausch ist dann erreicht, wenn sich beim Lüften auf den Außenseiten der Fenster kein Beschlag (Kondenswasser) mehr bildet.

Die optimale Raumtemperatur beim Heizen:

Egal mit welchem Energieträger Sie heizen – ob mit Erdgas, mit Strom, mit Heizöl oder mit einer Holzpellet-Anlage: Oft ist die Raumtemperatur durch das Beheizen viel zu hoch eingestellt. Jedes Grad zu viel kostet Sie aber richtig Geld, das macht schnell etwa fünf Prozent Ihrer Energiekosten aus. Sind gleich mehrere Räume überhitzt, wird es teuer für Sie. Ideal sind unterschiedliche Raumtemperaturen für Ihre Wohnung, je nach Zimmernutzung: In Wohnbereiche werden 20 bis 22 Grad Celsius empfohlen, für die Küche sind 20 Grad Celsius ausreichend, für Korridore und das Schlafzimmer sind sogar 18 Grad Celsius bereits genug. Am wärmsten sollte es optimalerweise im Bad sein, dort ist eine Raumtemperatur von 24 Grad Celsius empfohlen – nur für jene Augenblicke, in denen das Bad aus wirklich genutzt wird. Im Winter können diese Temperaturen sogar ruhigen Gewissens um zwei Grad niedriger angesetzt werden, weil sich unserer Körper an niedrigere Temperaturen durchaus gewöhnt. Natürlich sollten Sie dann nicht gleichzeitig im kurzen T-Shirt und mit Shorts durch die Wohnung wandeln. Angesichts der vorgeschlagenen Raumtemperaturen sind eher warme Socken und ein flauschiger Pullover angebracht. Diese Kleidungsstücke sorgen gleichermaßen für ein behagliches Befinden und helfen gleichzeitig, Ihre Heizkosten zu senken. Und wenn Sie mal nicht Zuhause sind, darf die Temperatur ruhig etwas weiter abgesenkt werden. Aber Vorsicht: Das Auskühlen Ihrer Wohnung sollten Sie unbedingt vermeiden. Das erneute Aufheizen verbraucht nämlich unnötig viel Heizenergie. Die Quittung dafür bekommen Sie dann mit der nächsten Heizkosten- oder Gasrechnung.

Heizen im Urlaub?

Bei längeren Reisen ist es hingegen absolut sinnvoll, die Gasheizung für Ihren Haushalt herunter zu drehen oder sogar ganz auszuschalten. Auf diese Weise lässt sich der Energieverbrauch in der Zeit der Abwesenheit erheblich verringern. Mit der nächsten Abrechnung zahlt sich das aus: So kann Ihr Gasverbrauch pro Grad Celsius weniger um ganze fünf Prozent reduziert werden. Da können Sie ordentlich sparen! Gleiches gilt auch, wenn man über Tag aus dem Haus geht. Wozu Raumtemperaturen von 20 Grad Celsius und mehr, wenn Sie gar nicht zu Hause sind? Auch Ihre Pflanzen können ein paar Grad weniger ab und zu vertragen. Wenn Sie bei Abwesenheit auch die Warmwasseraufbereitung mit Gas ausschalten, können Sie genauso Energie und bares Geld sparen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass es niemals zu kalt wird. Zum einem ist es recht teuer, eine ausgekühlte Wohnung wieder mittels Gasheizung auf normale Temperaturen zu bringen, zum anderen besteht bei Frost die Gefahr, dass der Frost auch deutliche Schäden anrichtet. Eine geplatzte Wasserleitung kann beispielsweise einen erheblichen Schaden verursachen. Da nützt es Ihnen auch nichts, wenn Sie bei den Heizkosten ordentlich sparen.

Gasherd und Gasofen:

Der traditionelle, meist alte Gasherd gehört bei vielen Menschen zu den wichtigsten Haushaltsgeräten. In der Neuanschaffung ist ein Gasherd sogar relativ teuer, allerdings ist er in jedem Fall deutlich energieeffizienter als beispielsweise ein Elektroherd. Echte Kochprofis vertrauen ohnehin auf Gas, weil es sich deutlich besser steuern lässt. Und die Backtemperatur oder Hitzeintensität beim Kochen sind keine unwesentlichen Merkmale für die Energieversorgung. Beim Backen und beim bloßen Aufwärmen von Gerichten können Sie in der Regel weitestgehend auf das Vorheizen des Gasofens verzichten. Auch beim Gasherd können Sie mit Restwärme kochen, wenn auch in geringerem Ausmaß als bei einem Elektroherd. Besonders sparsam im Energieverbrauch sind Umluftöfen. Sie geben sich bei gleichem Koch- oder Backergebnis mit einem knappen Drittel des Gasverbrauchs zufrieden. Beim Kochen mit Gas sollten Sie aber einige wichtige Sicherheitshinweise beachten. So sollten die Töpfe immer die komplette Herdplatte bedecken und mit einem Deckel versehen sein. Den mit Abstand geringsten Energieverbrauch haben Induktionsplatten. Hier ist allerdings die Geräte- und Geschirranschaffung noch sehr kostenintensiv. Daher sollten Sie genau überlegen, ob sich diese Anschaffung für Ihre Energieversorgung lohnt.

Wäschetrockner:

Haben Sie noch einen alten Wäschetrockner, der beispielsweise elektrisch betrieben wird? Und planen Sie die Anschaffung eines Neugeräts? Dann schauen Sie sich doch einmal nach einem Wäschetrockner mit Gasbrenner oder Wärmepumpe um. In der Anschaffung sind diese Trockner zwar etwas teurer als strombetriebene Geräte, dafür verbrauchen sie deutlich weniger Energie. Sie können also Ihre Energiekosten damit senken. Meist ist der Betrieb von Gasgeräten übrigens auch umweltfreundlicher als die Nutzung von Strom zum Wäschetrocknen oder für andere Zwecke. Wichtig: Prüfen Sie vorher, ob für den Gasbrenner überhaupt ein entsprechender Gasanschluss vorhanden ist, oder ob dieser noch durch einen Gasinstallateur gelegt werden muss.

Wartung von Heizung und Gasgeräten:

Die routinemäßige Wartung der Gasheizung hilft, die Effizienz Ihrer Heizungsanlage sicherzustellen. Idealerweise sollte die Heizungswartung einmal pro Jahr vorgenommen werden, zum Beispiel vor dem Beginn der Heizsaison. Wichtig ist zudem das regelmäßige Entlüften der Heizkörper, da es ansonsten schnell zu einem überhöhten Gasverbrauch kommen kann, was sich negativ auf Ihre Gasrechnung auswirkt. Die Entlüftung der Heizkörper kann nach einer Einweisung durch den Fachmann problemlos selbst vorgenommen werden. Das ist für jeden Gaskunden ganz einfach.

Warmes Wasser:

Die Nutzung von Gas zur Warmwasseraufbereitung ist wesentlich effizienter als das Erhitzen von Wasser mit Strom. Deswegen wird Warmwasser mit Gas deutlich schneller warm und verursacht signifikant weniger Energiekosten. Die Einsparung ist beträchtlich. Prüfen Sie also ganz genau, bevor Sie einen elektrischen Boiler oder Durchlauferhitzer für Ihr warmes Wasser betreiben, ob Sie nicht auf Gasversorgung umstellen können. Achten Sie auch auf Ihren Wasserverbrauch. Damit können Sie nicht nur Ihren Energieverbrauch reduzieren, sondern Sie entlasten Ihre Umwelt. Nur mal ein Beispiel: Ein warmes Bad in der Badewanne kann zwischen 80 bis 150 Liter Wasser verbrauchen. Beim Duschen sind es nur etwa 35 Liter. Das ist ein Fünftel oder ein Drittel! Außerdem spart Duschen zusätzlich Energie, da etwa drei bis fünf Grad kälteres Wasser beim Baden von vielen Menschen als genau so warm empfunden wird.
Auch können Sie viel Geld einsparen, wenn Ihre Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine und der Geschirrspüler an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Der meiste Stromverbrauch dieser Geräte kommt nämlich durch das Erhitzen des Wassers mit Strom zustande.